Die Namen von Kyrill und Method sind mit der Christianisierung der slawischen Stämme aufs engste verbunden. Geboren Anfang des 9. Jahrhunderts in Thessaloniki, einer Grenzstadt zwischen dem damaligen bulgarischen Reich und Byzanz, wurden sie zu Missionaren des Christentums. Für ihre Missionen übersetzen sie die Bibel und verschiedene liturgische Texte in der in ihrer Heimatstadt gesprochenen slawischen Sprache, die wir heute als Altbulgarisch bezeichnen. Kyrill schuf eigens auch ein spezielles Alphabet – das Glagolitische, dessen Buchstaben genau den Lauten der altbulgarischen Sprache angepasst waren. Damit wurde der Grundstein nicht nur der bulgarischen, sondern auch der slawischen Schriftsprache allgemein gelegt. Kyrill und Method schufen überdies auch originelle Werke, die die christliche Kultur bereicherten.
Es entstanden Lebensbeschreibungen Heiliger, Predigten, Lobreden, religiöse und weltliche Huldigungslyrik, theologische und philosophische Abhandlungen, Grundsätze der Poesie, naturphilosophische Darlegungen, Kampfschriften, Ansätze der Geschichtsschreibung, Umweltdarstellungen, Chroniken, Erzählungen außerreligiöser Ereignisse und vieles andere mehr – es gab überhaupt keine literarische Gattung des Mittelmeerraums, die nicht im bulgarischen Schrifttum ihre zweite Heimatstatt gefunden hätte. Im Laufe der Jahrhunderte fanden diese literarischen Leistungen von Bulgarien aus eine Verbreitung in den anderen slawischen Ländern, wie Serbien und Russland, aber auch in der Walachei und Moldawien. Damit wurde auch das Angedenken an die Slawenapostel Kyrill und Method verbreitet.
Das Fest der heiligen Brüder Kyrill und Method im Mai ist seit dem 12. Jahrhundert bezeugt, konnte jedoch in den wirren Jahrhunderten der türkischen Fremdherrschaft in Bulgarien nicht gebührend begangen werden. Erst mit dem Erstarken des Nationalgeistes währen der bulgarischen Wiedergeburt im 18. und 19. Jahrhundert, erlangte der 24. Mai gesamtnationale Bedeutung. Man verband die Brüder Kyrill und Method sogar mit dem Wunsch nach nationale und geistige Freiheit. Vor wenigen Tagen legten Archäologen einen Teil der komplexen unterirdischen Infrastruktur frei, die den römischen Thermen von Ratiaria diente – einer der bedeutendsten antiken Städte im bulgarischen Nordwesten. Die Stadt entstand im ersten..
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Das erste Museum für Anlagegold in Bulgarien empfängt in Plowdiw Besucher, die mehr über die Geschichte des Geldes und seine Verbindung zum Gold erfahren möchten – von der Entstehung des Goldes, seinem kosmischen Ursprung und dem Weg zur Erde bis hin..