Der bulgarische Staatspräsident Rossen Plewneliew erklärte in dieser Woche, dass die MIG 29-Jagdflugzeuge der bulgarischen Streitkräfte als Reaktion auf russische Transport- und Aufklärungsflüge über dem Schwarzen Meer zu oft aufsteigen müssten. Der Präsident äußerte den Verdacht, dass Russland absichtlich die ohnehin geringen möglichen Flugstunden ihrer MIG 29-Abfangjäger reduzieren wolle. Der bulgarische Verteidigungsminister Angel Najdenow stellte fest, dass die russischen Flugzeuge nicht in den bulgarischen Flugraum eingedrungen sind, aber die Reaktionen des NATO-Zentrums für Luftsouveränität auslösten, das die bulgarischen Luftstreitkräfte aufsteigen lies. Der Staatspräsident und der Verteidigungsminister waren der Meinung, dass man die Abhängigkeit der bulgarischen Luftstreitkräfte von der russischen RSK MiG-Gesellschaft beenden sollte, die für die Flugfähigkeit und Ersatzteile unserer Abfangjäger sorgt. Die vom Staatspräsidenten ernannte Übergangsregierung von Marin Rajtschew war der gleichen Meinung. Die letzten Äußerungen des Staatspräsidenten und des Verteidigungsministers scheinen eine Vorentscheidung für das Dilemma zu sein, ob Bulgarien die vorhandenen russischen Jagdflugzeuge modernisieren oder andere kaufen soll. Der bulgarische Außenminister Kristian Wigenin ist auch der Meinung, dass nach der Umwertung der Beziehungen zwischen der NATO und Russland aus dieser Woche es viel mehr Argumente für den Erwerb eines neuen Abfangjägers und für die Überwindung der Abhängigkeit von der militär-technischen Zusammenarbeit mit Russland oder von seinem guten Willen zu geben scheine. Die Regierung müsse darüber Mitte des Jahres entscheiden und es sei wahrscheinlicher, dass man westliche Flugzeuge kauft. Es gibt mehrere Optionen - amerikanische F16-Abfangjäger oder neue bzw. gebrauchte in Europa produzierte Flugzeuge. Entscheidend wird offensichtlich der Preis sein.
Übersetzung: Vladimir Daskalov
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