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Heißer Sommer am Immobilienmarkt am Schwarzen Meer

Die Käufer sind hauptsächlich Bulgaren, in seltenen Fällen auch Ausländer aus der EU

Foto: burgas.bg

80 Prozent der Käufer von Ferienwohnungen an der Schwarzmeerküste sind Bulgaren, zeigen die Angaben von Spezialisten großer Bau- und Investmentgesellschaften im Immobilienbereich. „Die Reisebeschränkungen aufgrund des Coronavirus und die unklare wirtschaftliche Lage haben viele Menschen veranlasst, ihr Zögern aufzugeben und Geschäfte abzuschließen. Die Preise für Ferienimmobilien bleiben auf einem stabilen Niveau, im Gegensatz zu den Immobilien in den Städten, die seit den letzten Jahren nach oben klettern, auch im Covid-Jahr 2020, bestätigen Analysen.

Die Praxis zeigt, dass der Kauf einer Ferienwohnung am Meer eine billigere Alternative ist, wenn man seine Ersparnisse anlegen will im Vergleich zum Kauf einer selbst kleinen Wohnung in der Stadt.

Es sei ein Boom von Immobiliengeschäften in Sosopol, Nessebar und Pomorie zu beobachten, bestätigt Diana Iwanowa in einem Interview für den regionalen Sender des Bulgarischen nationalen Rundfunks. Sie leitet eine Immobilienagentur In Burgas.

Die Ferienwohnungen werden gekauft, um das ganze Jahr über genutzt zu werden. Die angebotenen Immobilien in Sosopol zum Beispiel hätten schon ihre Käufer gefunden.

„Es ist ein heißer Sommer auf dem Immobilienmarkt, sowohl was die Preise als auch die Angebote betrifft“, bestätigt Diana Iwanowa. „Nicht nur auf dem städtischen Immobilienmarkt in Burgas herrscht reges Treiben. Es besteht eine Nachfrage nach baufertigen Wohnungen, aber auch an solchen, die sich noch im Bau befinden. Diesen Umstand bekräftigen auch die Notare in den Ferienorten, die einen starken Anstieg der Immobiliengeschäfte verzeichnen.

Bei der Ermittlung der Wohnpreise kommt es darauf an, ob die Wohnung und das Gebäude fertig sind, wenn es sich um einen Neubau handelt. Es spielt auch eine Rolle, in welchem Stadtteil sich die Immobilie befindet. Bei solchen in geschlossenen Wohnanlagen ist das Preisniveau für Wartung, Service und Verwaltung der Immobilie zu berücksichtigen“, erklärt Diana Iwanowa.

Die Makler tun sich schwer, über konkrete Immobilienpreise zu sprechen, denn sie variieren stark. Am häufigsten werden Geschäfte für zwischen 800 und 1.200 Euro pro Quadratmeter geschlossen. Es gebe aber auch Angebote zu höheren und niedrigeren Preisen. Kleine Wohnungen in nicht sehr gepflegten Wohnanlagen werden zu niedrigeren Preisen verkauft und das provoziere die Käufer, sagt Diana Iwanowa.

„Die Kunden bevorzugen fertige und eingerichtete Wohnungen. Im Angebot sind nagelneue aber auch etwas ältere Immobilien. Die Investoren haben in den Jahren die Erfahrung gemacht, dass auch Immobilien auf der „grünen Wiese“ gefragt sind. Deshalb werden auch solche angeboten.“ 

Die Kunden sind in den meisten Fällen Bulgaren. Sie wollen ihre Ersparnisse anlegen. Viele von ihnen arbeiten im Ausland, haben die Verbindung zu ihrer Heimat jedoch nicht abgebrochen. Unter den Käufern gibt es auch Ausländer aus der EU. Was die russischen Bürger anbelangt, die vor Jahren sehr starke Kunden auf dem Immobilienmarkt waren, sind sie jetzt ehe in der Position der Verkäufer.

Zusammengestellt: Gergana Mantschewa nach einem Interview von Swoboda Atanassowa, BNR-Burgas.

Übersetzung: Georgetta Janewa




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