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Blickpunkt Balkan

Eurostat über Inflation in der Europäischen Union
Die Inflation in der Europäischen Union betrug im Oktober 2,3 Prozent; im Vormonat waren es noch 2,2 Prozent. Bulgarien hingegen weist für beide Monate je 3,6 Prozent auf. Diese Angeben veröffentlichte auf seiner Webseite das Europäische Statistikamt Eurostat. Die höchste Inflationsrate in der Europäischen Union weist Rumänien mit 7,9 Prozent auf, gefolgt von Griechenland mit 5,2 Prozent. Durchschnittlich hat sich die Verteuerung in der EU im Oktober im Vergleich zum Vormonat September um 0,3 Prozent nach oben bewegt.

Kredite in Bulgarien und Rumänien am teuersten in der EU
Unter den EU-Mitgliedern, die nicht den Euro eingeführt haben, sind die Kredite in Bulgarien und Rumänien am teuersten. Selbst Vorzugskredite sind bedeutend höher verzinst, als anderswo in der Union. Die Zinsen auf einen Hypothekenkredit bewegten sich im September in Bulgarien um die 9,38 Prozent; im benachbarten Rumänien bei 6,7 Prozent. Die Angaben stellten die jeweiligen Nationalbanken zur Verfügung.

UNO erkennt makedonische Sprache an
Die Bezeichnung „makedonische Sprache“ erschien wieder im UNO-Informationsregister über Makedonien, nachdem sie aus unklaren Gründen gestrichen worden war. Auf Drängen des makedonischen Außenministeriums wurde die Korrektur vorgenommen. Offiziell wird das Land aber weiterhin als „Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ geführt.

Mehr als die Hälfte der Griechen befürchten Staatspleite
Der Großteil der griechischen Bürger sind über den Wirtschaftszustand ihres Landes stark besorgt, ergab ein jüngste Umfrage. 46 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Schulden Griechenlands neu vereinbart werden sollen, um nur einen Teil davon abzahlen zu müssen. Fast ein Viertel sind der Ansicht, dass die Wirtschaftsmaßnahmen gut seien, die im Memorandum vereinbart wurden, laut dem das Land einen Kredit von 110 Milliarden Euro erhalten hat. Diese Schuld müsse jedoch bis 2013 abgezahlt werden. 14 Prozent der Griechen lehnen die Abzahlung der Staatsschulden ab. 56 Prozent befürchten eine Staatspleite.

Kosovo und Serbien bald am Verhandlungstisch
Die Verhandlungen mit Serbien können unmittelbar nach den Parlamentswahlen im Kosovo beginnen, schreibt die Zeitung „Koha Ditore“ in Berufung auf Vizepremier Hajredin Kuci. Geregelt werden sollen u.a. die Einschreibung von Immobilien, der Verkehr zwischen beiden Ländern und die Wirtschaftszusammenarbeit. Kuci betonte, dass einzig der Status des Kosovo kein Gesprächsthema sein werde. 2008 erklärt Kosovo einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien. Bisher wurde der neue Staat von 71 Ländern anerkannt, darunter die USA und die misten europäischen Staaten. Serbien weigert sich entschieden dies zu tun.

Internet floriert in Bulgarien
Die Internetanbieter in Bulgarien haben im Oktober Einnahmen in Höhe von 180 Millionen Euro verzeichnet. Damit sei laut Ljubomir Lekow, Präsident des Direktorenrates der Medien- und Internetgesellschaft „Investor“, die Krise in der Branche beendet. Für kommendes Jahr werde sogar ein Anstieg der Einnahmen aus der Internetzustellung um 25 Prozent prognostiziert. Laut Statistik nutzten 43 Prozent der Bulgaren das Internet; zum Vergleich: in Dänemark beispielsweise liegt diese Zahl bei 90 Prozent.

Türkische Journalisten sitzen hinter heimischen Gittern
Der Europäische Journalistenverband (EFJ) unterstützt die Kampagne der türkischen Plattform für journalistische Freiheit. Die türkische Vereinigung fordert die Freilassung der in türkischen Gefängnissen sitzenden Journalisten, informierte die Südosteuropäische Medienorganisation (SEEMO). Laut Angaben der türkischen Vereinigung sind in der Türkei etwa 50 Medienvertreter in Gefängnissen eingesperrt; sechs darunter sitzen Haftstrafen ab.

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow
По публикацията работи: Mario Paruschew


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