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Blickpunkt Balkan

Ohne Bulgarien kann Rumänien kein Schengen-Vollmitglied werden
Rumänien und Bulgarien sind Teil eines einheitlichen Pakets zur Erweiterung des Schengen-Raums, erklärte der rumänische Außenminister Teodor Baconschi. Er äußerte jedoch Zuversicht, dass es zu einer positiven Entscheidung kommen könne, falls bilaterale Debatten mit den Ländern geführt werden, welche ihre Bedenken hierüber geäußert haben. Laut Baconschi sei der Schengen-Beitritt Rumäniens ohne Bulgarien nicht möglich, da beide Länder Teil eines EU-Erweiterungspakets seien.

Serbien beantwortet EU-Beitrittsfragebogen der EK
Am Dienstag hat der Ministerpräsident der Serbischen Republik Mirko Cvetkovic EU-Erweiterungskommissar Stefan Fülle die Antworten zum EU-Beitrittsfragebogen der Europäischen Kommission ausgehändigt. „Das ist ein historischer Tag für Serbien“, sagte Fülle, als er das Dokument entgegennahm. Die Europäische Kommission müsste die Antworten zum EU-Beitrittsfragebogen binnen vier bis sechs Wochen auswerten. Auf der Grundlage dieser Antworten wird Brüssel entscheiden, ob Serbien bereit ist, den EU-Beitrittsprozess zu starten. Wenn nötig, kann Brüssel im Februar oder März zusätzliche Fragen stellen, um einige der Antworten präzisieren zu können.

Die UNMIK ist bereit, die Ermittlungen über Organhandel im Kosovo zu unterstützen
Die Mission der Vereinten Nationen zur Übergangsverwaltung des Kosovo (UNMIK) ist bereit, die Ermittlungen über Organhandel im Kosovo zu unterstützen, heißt es im jüngsten Bericht des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon vor dem EU-Sicherheitsrat.
Die Veröffentlichung des Berichts von Europarat-Sonderermittler Dick Marty über eine inhumane Behandlung von Gefangenen und über illegalen Handel mit menschlichen Organen im Kosovo sowie die einstimmig gebilligte Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarates hat unterschiedliche Reaktionen und eine Welle der Unzufriedenheit unter den Politikern im Kosovo und in Albanien ausgelöst, heißt es im Bericht.

Getreidepreis in Rumänien auf Rekordhöhe
Der Preis des Getreides in Rumänien hat im Einklang mit den Trends auf dem internationalen Markt die Rekorde vom Frühjahr 2008 gebrochen. Die Rumänen werden in letzter Zeit mit Mitteilungen über höhere Preise von Grundnahrungsmitteln wie Brot und Sonnenblumenkernöl konfrontiert. Grund für die angekündigten Preiserhöhungen sind Import-Rohstoffe, deren Preis höher liegt als der der rumänischen Produkte. Um seinen Bedarf bis zur neuen Ernte decken zu können, wird Rumänien ca. 400.000 bis 500.000 Tonnen Getreide einführen müssen.

Mehr als 20 Todesfälle wegen Schweingrippe in Griechenland
Mehr als zwanzig Menschen sind in Griechenland bereits dem H1N1-Virus zum Opfer gefallen, weitere 50 befinden sind in Intensivbehandlung. Die Infektion boomt, mahnte der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos. Jeder dritte Test über das Vorhandensein des H1N1-Virus fällt laut den vorliegenden Angaben positiv aus. Viele Schulen in Griechenland stehen bereits leer, weil neben diesem Grippevirus auch andere Viren, welche Erkrankungen der Atemwege verursachen, kursieren. Die Schweingrippe zeichnet sich durch hohes Fieber, Atemnot, Blut im Speichel und starke Kopfschmerzen aus. Im vergangenen Jahr wurden in Griechenland 150 Todesfälle infolge der Schweingrippe registriert.

Vier Millionen Frauen in der Türkei sind Analphabeten
Laut einem Bericht der türkischen Generaldirektion für den Status der Frauen ist die hohe Analphabetenrate unter den türkischen Frauen weiterhin ein wesentliches Problem und ein Hindernis für deren Verwirklichung im Beruf. Ca. vier Millionen Frauen in der Türkei oder umgerechnet etwa 10 Prozent der weiblichen Bevölkerung können laut diesem Bericht nicht lesen und schreiben. Die wachsende Zahl der Lehrerinnen in Grundschulen könnten die Eltern von Mädchen dazu bewegen, ihre Töchter in die Schule zu schicken, heißt es des weiteren im Bericht. Das Dokument fußt auf Erhebungen des türkischen Statistikamtes aus dem Jahr 2009.

Übersetzung: Rossiza Radulowa
По публикацията работи: Maja Alexandrowa


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