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Blickpunkt Balkan

Wissenschaftler beziffert Tsunami-Wahrscheinlichkeit für die Türkei mit zehn Prozent

Bei einem Erdbeben der Stärke 7 und mehr auf der Richterskala im Marmor- oder Mittelmeer könnte die Türkei mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent von einem Tsunami heimgesucht werden, warnte der türkische Professor Cevdet Jalciner, Chef des Zentrums für Seeforschungen an der Technischen Nahost-Universität. Tzunamis, so der Professor, habe es auf dem Gebiet der heutigen Türkei bereits in der Vergangenheit gegeben. Ein Tzunami würde in 20 Minuten die türkische Küste erreichen, was bedeute, dass man für Evakuierungsmaßnahmen in den bedrohten Regionen nur 15 Minuten Zeit hätte.


Mönchsrepublik Athos ist von Griechenland „enttäuscht“

Vertreter der Mönchsrepublik Athos haben ihre Enttäuschung und Besorgnis über das Vorhaben Griechenlands zum Ausdruck gebracht, die Immobilien der Klöster künftig mit Steuern zu belegen. Athen fordert Steuern für Immobilien außerhalb des Mönchsrepublik und begründet dieses Vorhaben damit, dass alle Subjekte in Griechenland die gleichen Pflichten hätten. Der Mönchsrepublik nahestehende griechische Analysten bezeichnen die Pläne der griechischen Regierung jedoch als gesetzeswidrig, da die Mönchsrepublik Athos zwar Griechenland angeschlossen sei, jedoch gleichzeitig der gesamten Orthodoxie gehöre und hier auch Mönche lebten, die nicht griechischer Herkunft sind.


Albanische Auswanderer überweisen immer weniger Geld in die Heimat

Infolge der globalen Wirtschaftskrise schrumpfen die Überweisungen der albanischen Immigranten, heißt es in einem Bericht der Albanischen Zentralbank. 2010 hätten die albanischen Auswanderer ihren Familien in der Heimat 690 Millionen Euro überwiesen – 110 Millionen weniger als im Jahr davor. Was die ausländischen Investitionen betrifft, sei jedoch 2010 mit einem Zuwachs von 23 Prozent ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.


Bosnien muss Kampf gegen Diskriminierung verstärken

Das schwere Erbe der Vergangenheit, gekennzeichnet durch ethnische Konflikte, gefährde in Bosnien nach wie vor die volle Anerkennung der Menschenrechte, der Demokratie und der Hoheit des Gesetzes, heißt es in einem Bericht des Menschenrechtskommissars des Europarates, Thomas Hammarberg. Darin bringt der Kommissar seine Besorgnis über die anhaltende Diskriminierung der nationalen Minderheiten zum Ausdruck und fordert die Regierung zu mehr Verantwortung auf. Ferner empfiehlt er die Beseitigung jeglicher Hindernisse zur Durchsetzung der sozialen und wirtschaftlichen Rechte betroffener sozialer Gruppen und nennt dabei Menschen mit Behinderungen, Kriegsopfer und Opfer sexueller Gewalt während des Krieges.


Serbische Pop-Ikone wegen Korruption und Waffenbesitz angeklagt

Die serbische Pop-Ikone Svetlana Ražnatović, Witwe des ehemaligen Anführers einer paramilitärischen Organisation Željko Ražnatović – Arkan, muss sich vor Gericht verantworten. Die serbische Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, beim Verkauf von Fußballspielern an internationale Klubs vier Millionen DM und über drei Millionen Dollar in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Zudem wird sie der Eröffnung von Geheimkonten im Ausland als auch des illegalen Waffenbesitzes beschuldigt. Nach dem Mord an Regierungschef Zoran Djindjic 2003 hatte die Sängerin wegen ihrer Kontakte ins kriminelle Milieu mehrere Monate in Untersuchungshaft gesessen, kam jedoch aus Mangel an Beweisen wieder frei.

Übersetzung: Christine Christov
По публикацията работи: Stoimen Pawlow


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