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Blickpunkt Balkan

Rumänien: Wirtschaft erholt sich
Es gebe klare Anzeichen, dass die Erholung der Wirtschaft Rumäniens bereits eingesetzt habe, das Land dürfe folglich endlich wieder Wirtschaftswachstum erwarten.
Das erklärte der Chefunterhändler der IWF-Mission für Rumänien Jeffrey Franks auf einer Pressekonferenz in Bukarest.
Für 2011 rechne der IWF mit einem Wachstum von 1,5% der Wirtschaftsleistung Rumäniens sowie mit stetig steigenden rumänischen Exporten. Auch der Binnenkonsum werde allmählich wieder anziehen, so Franks. Für 2012 erwartet der IWF hierzulande ein Wirtschaftswachstum von 3,5 bis 4% des Bruttoinlandsprodukts. Vorsicht sei allerdings nach wie vor angebracht, sagte der IWF-Chefunterhänder.
Franks teilte außerdem mit, dass die Inflation in Rumänien seit März stärker als erwartet gestiegen ist − die Teuerungsspirale bei Lebensmitteln und Sprit sei jedoch größtenteils auf die Entwicklung auf den internationalen Märkten zurückzuführen. Allerdings rechne der IWF bis Ende 2011 mit einem Jahresinflationsrate von mehr als 5% − und damit mit einer Teuerungsrate, die über den Schätzungen der rumänischen Notenbank liegt. Franks warnte zudem vor einem weiteren Problem Rumäniens: Das Land könne rund 1,5 Milliarden Euro an Vorbeitrittsfördergeldern zurückzahlen müssen, falls die entsprechenden Projekte nicht bis Jahresende durchgezogen werden.

Albanien: Kommunalwahlen ohne große Zwischenfälle verlaufen
In angespannter Stimmung sind am Sonntag in Albanien Kommunalwahlen abgehalten worden.
Nach einem extrem schmutzigen Wahlkampf, den sowohl die konservative Regierung von Premier Sali Berisha als auch der sozialistische Oppositionsführer Edi Rama mit hohem Einsatz führten, war befürchtet worden, dass es am Sonntag zu Ausschreitungen kommt. Ministerpräsident Berisha bezeichnete die Abstimmung als "würdig und frei", internationale Beobachter sprachen jedoch von mehreren Zwischenfällen.
Mehr als 500 ausländische Beobachter verfolgten die Wahlen. Der Urnengang gilt als Prüfstein einer weiteren Annäherung Albaniens an die EU. Rund 3,1 Millionen Wähler waren zu der Abstimmung aufgerufen. Die Wahlbeteiligung betrug rund 50 Prozent. Bei den Kommunalwahlen wurden die Bürgermeister und Stadträte von 308 Kommunen und 65 Städten bestimmt. Der sozialistische Oppositionsführer Edi Rama beanspruchte den Sieg in der Hauptstadt Tirana für seine Partei.

Mazedonien: Neuer Berichterstatter im Europaparlament
Der britische Europaabgeordnete Richard Howitt ist der neue Berichterstatter des Europaparlaments für Mazedonien.
Howitt ersetzt den slowenischen Politiker Zoran Taller, der nach einem Korruptionsskandal zurücktreten musste.
Der jüngste Mazedonien-Bericht des Europaparlaments wurde vom bulgarischen Abgeordneten der Sozialisten Christian Wigenin vorgetragen.

Kosovo: Sicherheitslage entwickelt sich positiv
Die Sicherheitslage in Kosovo entwickelt sich grundsätzlich positiv, was an der weiteren Verbesserung selbsttragender Sicherheitsstrukturen im Land liegt.
Zu dieser Schlussfolgerung kam der Nato-Rat, der deshalb beschlossen hat, weniger Soldaten bei KFOR einzusetzen. Die Gesamtstärke von KFOR kann schrittweise auf unter 5.500 sinken.
Im Bericht des Nato-Rats heißt es weiter, dass der Aufbau der "Kosovo Security Force" (KSF) erfolgreich verläuft. Als multiethnisches und professionelles Sicherheitsorgan umfasst es maximal 2.500 Personen plus 800 Reservisten. Die volle Einsatzbereitschaft dieser einheimischen Sicherheitskräfte kann möglicherweise bereits zum Jahresende erreicht werden. Die Kräfte werden bei Krisenreaktion und Kampfmittelbeseitigung sowie im Zivilschutz eingesetzt.

Kroatien: Präsident Josipovic mit Friedenspreis ausgezeichnet
Der kroatische Präsident Ivo Josipovic ist in Florenz mit dem Premio Galileo Preis für Frieden ausgezeichnet worden.
Die Auszeichnung wurde ihm für seine Verdienste um die Wahrung der Menschenrechte sowie für seinen Vorausblick auf die europäische Zukunft Südosteuropas verliehen.
"Die wichtigste Aufgabe aller Politiker auf der Welt muss der Frieden sein. Ich widme diesen Preis allen Kriegsopfern", sagte Josipovic bei der Preisverleihung.

Kroatien: Internationaler Wettbewerb für junge Kreative
Die besten jungen Kreativen aus ganz Europa sind zum Wettbewerb «best YET – best Young European Team» im kroatischen Zadar eingetroffen. Insgesamt 22 Zweierteams unter 29 Jahren kämpfen um den begehrten Titel.
Beim Wettbewerb erhalten die Zweierteams ein Briefing, anhand dessen sie binnen 24 Stunden eine Printkampagne entwickeln müssen. Diese muss anschließend in wenigen Minuten in englischer Sprache der international besetzten Jury und Vertretern der Länder präsentiert werden. Die Gewinner erhalten ein Viertagesticket für das Cannes-Festival 2011.

Übersetzung: Vessela Vladkova
По публикацията работи: Maja Alexandrowa


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