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Blickpunkt Balkan

Griechenland hat 300 Milliarden Euro an Werten zum Verkauf
Ein hoher Vertreter der Europäischen Zentralbank hat ausgerechnet, dass Griechenland seine Schulden zurückzahlen könnte, wenn es Staatseigentum verkauft. Lorenzo Bini Smaghi sagte, dass das Land mit 330 Milliarden Euro Schulden und 300 Milliarden Euro an Werten „soweit zahlungsfähig ist, wie es bereit ist, einige dieser Werte zu verkaufen“. Die griechischen Behörden haben eine Liste mit 75.000 staatlichen Immobilien zusammengestellt, die in den nächsten Monaten zum Verkauf angeboten werden könnten.


Albanischer Premierminister will auf Bau von Atomkraftwerken verzichten
Der albanische Premierminister Sali Berisha will auf seine Pläne für den Bau eines großen Atomkraftwerks, das die Strombedürfnisse des Landes vollständig decken würde, verzichten. Albanien werde sich auf die Produktion von elektrischem Strom aus den bestehenden Wasserquellen konzentrieren. Es ist das einzige Land in der Region, das allein von Wasserkraftwerken zu 100 Prozent die eigenen Bedürfnisse befriedigen und elektrischen Strom exportieren könnte. Unser Ziel ist es, 444 Wasserkraftwerke zu haben. Bisher haben wir 220 Konzessionen für den Bau von Wasserkraftwerken unterzeichnet und 36 Kraftwerke werden bereits gebaut, erklärte Berisha.


Österreichische Telekom möchte die Telekom von Kosovo erwerben
Die Telekom Österreich, die die serbische Telekom nicht kaufen konnte, versucht nun die Telekommunikationsgesellschaft von Kosovo zu akquirieren. Die Telekom Österreich und die kroatische Telekom T, die der Deutschen Telekom gehört, haben die Vorqualifizierung für die Privatisierung von Post und Telekommunikationen in Kosovo gewonnen. Der Verkauf soll zwischen 300 und 600 Millionen Euro in den Staatshaushalt von Kosovo bringen. Die Telekom Österreich werde laut den österreichischen Medien zwischen 300 und 350 Millionen Euro bieten.


Kleiner Bär lebt bei Familie in Slowenien
Ein kleiner Braunbär ließ sich in einem privaten Anwesen in einem slowenischen Dorf nieder und möchte sein neues Zuhause nicht verlassen. Es ist nicht klar, ob der kleine Bär seine Mutter verloren hat oder sie ihn verlassen hat. So gehört nun der Braunbär zur slowenischen Familie Logar und hat auch einen Namen – Medo. Das kleine Tier gewann für sich auch die Herzen von vielen Slowenen im Internet. Die slowenische Behörde für Tierschutz billigt aber das Verbleiben des kleinen Bären als Haustier nicht und besteht auf das rechtzeitige Verfrachten des Bären in ein Reservat für wilde Tiere.


Museumsdirektor möchte auf dem Thron des Sultans sitzen
Der Direktor des Museums im Palast Topkapi in Istanbul Jüsuf Benli ordnete an den Thron des Sultans Selim III., der von den Museumsbesuchern nicht einmal berührt werden darf, in seine Dienstwohnung zu bringen. Sein Wunsch konnte sich nicht verwirklichen, weil der Thron zu groß war und passte nicht durch die Tür der Wohnung. Der klobige Gegenstand landete schließlich im Lager des Museums. 1992 wurde sogar dem Popidol Michael Jackson nicht erlaubt, sich auf den Thron von Sultan Selim III. zu setzen.


In Griechenland wurde der längste Tunnel auf dem Balkan eröffnet
Der längste Tunnel auf dem Balkan wird bereits genutzt. Er ist Teil der zentralen Straßenverbindung des Landes zwischen Athen und Thessaloniki, im Gebiet von Tempi in Thessalien. Der Bau der Anlage, die 6,1 km lang ist und 1,3 Milliarden Euro kostet, begann 2008.


Ceca Veličković wird bald eine elektronische Fußfessel tragen
Die skandalumwitterte serbische Pop-Folk-Sängerin Ceca Veličković wird bald eine elektronische Fußfessel tragen, wenn sie ihre 8-monatige Hausarreststrafe antritt. Das Oberste Gericht in Belgrad akzeptierte die Vereinbarung zwischen Ceca Veličković und der Staatsanwaltschaft mit ihrem Schuldeingeständnis. Sie gibt damit die Unterschlagung von 4 Millionen Deutsche Mark und 3 Millionen Dollar beim Verkauf von Spielern des ihr gehörenden Belgrader Fußballklubs zu.


Zusammengestellt von: Radoslaw Dikow
Übersetzung: Vladimir Daskalov


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