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Blickpunkt Balkan

Stephanskirche in Istanbul sanierungsbedingt für Besucher geschlossen
Die bulgarische orthodoxe Kirche "Sankt Stephan" am Ufer des Goldenen Horns in Istanbul, auch als Eiserne Kirche bekannt, wird aufgrund von Restaurations- und Sanierungsarbeiten geschlossen. Für die Restauration wurden 1,2 Million Euro bereitgestellt. Die bulgarische Kirche im neugotischen Stil wurde ausschließlich aus gusseisernen Elementen erbaut. Die Einzelteile der 500 Tonnen schweren Kirche wurden in Wien gefertigt und über die Donau nach Bulgarien und weiter über das Schwarze Meer nach Istanbul transportiert. Im März 1870 bewilligt Sultan Abdülaziz der bulgarischen Gemeinschaft in Istanbul mit einem Ferman den Bau einer eigenen Kirche, die im September 1898 eingeweiht wird. Vor einiger Zeit wurde die Stephanskirche zur schönsten Kirche in der Türkei gekrönt. Zudem erwägt die Türkei, für die Kirche die Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO zu beantragen.

Anonymous-Hacker verweisen auf Anonymous-Filiale in Bosnien
Eigenen Angaben zufolge hätten die Anonymous- Hacker, die gefährlichste Hacker-Gruppe der Welt, auch eine eigene Filiale in Bosnien, die die Computersysteme der staatlichen Institutionen und Ministerien des Landes lahm legen werde. Zudem präsentieren sich die gefährlichen Hacker auf ihrer Webseite "AnonBosnia" als "Aktivisten, die die Welt vom Zugriff der Behörden auf das Privatleben der Menschen befreien wollen." Die Webseite wurde erst vor kurzem geschaltet. Allerdings behaupten ihre Urheber, dass sie 90 Prozent aller kabellosen Netze in Bosnien-Herzegowina unter Kontrolle hätten. Bisher liegen keine Informationen über Anonymous-Attacken in Bosnien vor.

Versunkenes römisches Handelsschiff an der albanischen Küste entdeckt
Eine amerikanisch-albanische Archäologieexpedition hat eigenen Angaben zufolge vor der albanischen Küste gut erhaltene Überreste eines römisches Handelsschiffes entdeckt. Das Schiff war mit 300 Weinamphoren beladen, die jedoch leider alle leer gewesen seien. Das 30m lange Schiff datiert aus dem 1. Jahrhundert v.d.Z. Man nimmt an, dass es Wein aus den südlichen Weinbaugebieten Albaniens geladen hatte, der für die westeuropäischen Märkte, einschließlich Frankreich bestimmt war. Der Fund wurde Anfang des Monats in 50 m Tiefe vor dem Hafen von Vlora entdeckt, das 140 km südwestlich von Tirana gelegen ist.

Rumänien kann Hollywood wegen Außerirdischen verklagen
Rumänien könne Hollywood verklagen, da die Außerirdischen in den Hollywood-Filmen stark den Skulpturen des namhaften rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi ähnelten. Die Außerirdischen in den Hollywood-Filmen ähneln mit ihren großen Augen, der eiförmigen Kopfform und dem kleinen Mund stark den Brancusi- Skulpturen von Mademoiselle Margit Pogany. Von 1912 bis 1933 widmete Constantin Brancusi der ungarischen Malerin 19 Skulpturen. 1909 traf Brancusi mit Margit Pogany zusammen und bat sie, ihm für eine Büste Modell zu sitzen. Diese sorgte bereits 1913 auf ihrer ersten Ausstellung für Interesse unter dem Publikum und geteilte Meinungen unter den Kritikern. In der Presse wiederum erschienen ironische Kommentare über ihre großen Augen und den eiförmigen Kopf.

Türkischer TV-Sender "Kanal-D" wirbt mit Musical-Film für neue Telenovela- Saison
Der türkische TV-Sender "Kanal-D" startet am 5. September in die neue Telenovela- Saison. Dafür wirbt der Sender mit einem kurzen Spot in Form eines lebensfrohen Musicals, in dem Helden und Szenen aus bekannten und noch unbekannten Telenovelas zu sehen sind. Im Film präsentieren sich 50 beliebte Schauspieler verschiedener Altersgruppen, darunter die in Bulgarien bekannten Schauspieler Kıvanç Tatlıtu, Buğra Gülsoy und Beren Saat. Jedes Team stellt sich mit einer originellen Choreografie vor. Die Musik zum Musical stammt aus dem Musical Fame, die Choreografie – vom Balletttänzer Dan Sagtürk.

Eltern von mazedonischen Bettelkindern wird Sorgerecht aberkannt
Mazedonischen Eltern, deren Kinder beim Betteln erwischt werden, soll künftig das Sorgerecht aberkannt werden. Mit diesen Maßnahmen will das Sozialministerium gegen das hässliche Bild auf den Straßen der mazedonischen Hauptstadt vorgehen, wo mazedonische Kinder betteln, um ihre Familien zu ernähren. Dieser Tage soll in Skopje ein Zentrum für Bettelkinder eröffnet werden, die nach einem 24- bis 48- stündigen Aufenthalt in Heime oder an Pflegefamilien weitervermittelt werden. Laut Statistik bleiben 18.000 mazedonische Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren der Schule fern, von denen einige Tausend unter freiem Himmel leben. Man geht davon aus, dass die Eltern ihre Kinder missbrauchen, in dem sie sie zum Betteln auf die Straßen schicken.

Zusammengestellt von Manuel Sawow
Übersetzung: Christine Christov


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