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Blickpunkt Balkan

Donautreibeis richtet bei Belgrad Schäden an
Eisschollen auf der Donau zertrümmerten bei Belgrad Hunderte kleiner Boote und mehrere Restaurants. Wie die serbischen Behörden erklärten, habe sich wegen der steigenden Temperaturen Treibeis gebildet. Die bis zu einem halben Meter dicken Eisschollen haben vor Anker liegende Boote, mehrere Frachtschiffe und schwimmende Restaurants stark in Mitleidenschaft gezogen. Während der letzten Kältewelle hatte eine dicke Eisschicht den Schiffsverkehr auf der Donau teilweise zum Erliegen gebracht. Erst gegen Ende vergangener Woche setzte Tauwetter ein, dass zum Bersten des Eispanzers geführt hatte.

Mazedonier bevorzugen bulgarische Wintersportzentren Borowetz und Bansko
In dieser Wintersaison haben bisher doppelt so viele Touristen aus dem benachbarten Mazedonien die bulgarischen Wintersportzentren Borowetz und Bansko im Vergleich zum letzten Jahr aufgesucht. Großer Beliebtheit erfreuen sich die einwöchigen Ausflüge zu 200 Euro, informierten mazedonische Reisebüros. Sie bestätigen, dass die Mazedonier den bulgarischen Winterurlaubszentren den Vorzug vor den einheimischen geben würden, da die bulgarischen mit attraktiven Preisen, Qualität der Dienstleistungen und beräumte Zufahrtsstraßen aufwarten würden. Zudem würden Extras angeboten, die in Mazedonien nicht üblich seien.

Ökumenische Patriarch soll an neuer Verfassung der Türkei mitarbeiten
Der türkische Ministerpräsident Recep Erdoğan hatte den Bürgern seines Landes versprochen, für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung des Landes nach der Unterstützung aller politischen Kräfte zu suchen. Erdogan zufolge soll die neue Verfassung auf demokratischen und pluralistischen Prinzipien beruhen und das Land der Europäischen Union näher bringen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I., Erzbischof von Konstantinopel, zur Mitarbeit aufgefordert. Er solle den Abschnitt über die Religionsminderheiten einer Redaktion unterziehen. Bartholomäus habe eingewilligt. Eingeladen wurden ferner die Oberhäupter der anderen religiösen Gemeinschaften. Die Arbeit an der neuen Verfassung erwies sich als ein schwieriges Unterfangen und werde laut Beobachtern nicht wie geplant Mitte dieses Jahres beendet werden können.

Zusammenarbeit zyprischer und bulgarischer Gewerkschaften beschlossen
Die Gewerkschaftszentralen Zyperns und Bulgariens unterzeichneten eine Vereinbarung, die auf die Unterstützung bulgarischer Arbeitnehmer auf Zypern abzielt. Der zyprische Gewerkschaftschef Nicos Moyseos warnte vor rassistischen und ausländerfeindlichen Ausschreitungen gegen die Immigranten und rief zum gemeinsamen Kampf gegen jegliche Formen von Diskriminierung auf, die die Integration der Gemeinschaften auf Zypern behindern.

Neue Erdgasvorkommen in Rumänien entdeckt
Der rumänische Erdöl- und Erdgaskonzern OMV Petrom S.A. (Tochtergesellschaft des österreichischen OMV-Konzerns) und die US-amerikanische Exxon Mobil Corporation haben berechnet, dass im rumänischen Schwarzmeerschelf bis zu 84 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert werden können. Das entspricht in etwa dem gesamten Erdgasverbrauch Rumäniens für vier Jahre. Erste Bohrungen wurden Ende vergangenen Jahres vorgenommen. Bereits 2008 hatten Petrom und Exxon eine Vereinbarung zur gemeinsamen Ausbeutung der Erdgas- und Erdölvorkommen vor der Schwarzmeerküste Rumäniens abgeschlossen.

Albaner sparen in ausländischer Währung
Die Albaner sparen mehr in ausländischen Währungen, als in der einheimischen, heißt es in einem Bericht der Albanischen Zentralbank. Im ersten Halbjahr 2011 seien die Devisen-Sparguthaben der Albaner um mehr als ein Fünftel gestiegen, während die in der Landeswährung Lek lediglich einen Anstieg von 11,2 Prozent aufweisen. Laut offiziellen Angaben der Europäischen Union sei der größte Teil der Devisen-Ersparnisse in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro aus dem Ausland überwiesen worden.

Schwule und Lesben erhalten Schutzunterkunft in Serbien
In Niš, 200 Kilometer von der serbischen Hauptstadt Belgrad entfernt, soll das erste serbische Asyl für Schwule und Lesben eröffnet werden. Aus dem Gemeinderat hieß es, dass Niš ein "sicheres Haus" brauche, in dem Schwule und Lesben aus der gesamten Region Schutz finden können. Serbien gilt als extrem konservativ. Häufig werden Vertreter dieser Minderheit Opfer von Gewalt. Im Zuge einer Annäherung an die EU hat die serbische Regierung zumindest offiziell zugesagt, die Lage von Schwulen und Lesben in dem Balkanstaat zu verbessern.

Zusammengestellt von: Atanas Zenow
Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow


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