Zum ersten Mal wurde in Bulgarien und überhaupt auf dem Balkan ein Eisfestival in geschlossenen Räumen anstatt unter freiem Himmel veranstaltet. Die bulgarische Donaustadt Russe ist mittlerweile zum dritten Jahr in Folge Gastgeber des „Ruse Ice Fest“, das bis zum 15. Februar 2017 andauern wird.
Bildhauer aus acht Ländern haben aus 130 Eisblöcken, die insgesamt 20 Tonnen wiegen, beeindruckende Skulpturen zum Thema „Eismärchen“ geformt – darunter einen Thron, eine DNA-Kette, ein Feuer und einen Schneesturm. Damit die Besucher bei Laune bleiben, haben die Kuratoren des Festivals Ruslan Korowkow und Irina Tafleweska eine Eisbar eingerichtet, wo wärmende Getränke serviert werden. Am 21. Dezember wurden die besten Werke auf einer feierlichen Zeremonie ausgezeichnet. Mehr über die diesjährige Ausgabe des „Ruse Ice Fest“ erfahren wir von der Leiterin der Gemeindeabteilung „Kultur und Bildung“ Irena Petrowa.
„Wir haben eigens für unser Festival eine spezielle 144 m2 große Halle mit einem Kühlgenerator eingerichtet, so dass die Eisskulpturen bei einer Temperatur von -8 bis -10°C erhalten bleiben“, sagt Irena Petrowa. „Wir haben aus unseren Erfahrungen gelernt, denn letztes Jahr haben die Eisfiguren nur 2-3 Tage überstanden, so dass sich unsere Gäste nicht ausreichend an dieser kurzlebigen Kunst erfreuen konnten.“
International anerkannte Künstler aus Frankreich, Belgien, Irland, den Niederlanden, Ungarn, Russland, der Ukraine und Bulgarien konnten ihrer Phantasie freien Lauf lassen.
„Interessant bei Wettbewerben mit alternativen Materialien ist, dass wir lediglich das Thema vorgeben. Es inspiriert die Künstler, ihr volles Talent zu entfalten. Sie müssen keinerlei Schranken und Rahmen beachten und brauchen sich nicht zu sehr auf das Thema zu fokussieren“, sagt Irena Petrowa.
Und so sind die unterschiedlichsten Kreationen entstanden – begonnen bei einem im Eis schwimmenden menschlichen Körper bis hin zu einem märchenhaften Schloss aus Eis. Nile McGee aus den Niederlanden beispielsweise hat sich von der Geburt seiner drei Kinder inspirieren lassen und eine DNA-Kette aus Eis geschnitzt, in der sich die einzelnen Elemente die Hände reichen. Welche waren aber die Sieger des diesjährigen Festivals?
„Den ersten Preis hat Natali Tschistjakowa für ihr Werk „Schneesturm“ erhalten. Auf Platz zwei reihte sich Daniel Kantschew aus Russe mit seiner Eiskönigin Elsa. Interessant ist, dass er zum ersten Mal mit Eis arbeitet. Der dritte Preis ging an Fergus Mulvanni aus Irland für sein Ice-Carving „Light works“. Es stellt Federn aus Eis dar, die ein Gefühl von Leichtigkeit und Licht vermitteln“, sagte Irena Petrowa abschließend.
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Fotos: BULPHOTO
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