Die Ausweisung russischer Diplomaten wegen des Giftanschlags auf den Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter steht im Brennpunkt der Aufmerksamkeit auf der ganzen Welt. In dieser Woche wurde auch der bulgarische Botschafter in Moskau nach Sofia zurückbeordert, um über dieses Thema zu sprechen.
In diesem Zusammenhang erklärte Bulgariens Ex-Außenminister, Iwajlo Kalfin, im Interview für den Bulgarischen Nationalen Rundfunk (BNR), dass es sich dabei um eine mildere Maßnahme handele im Vergleich zur Ausweisung von Diplomaten. Trotzdem soll sie für eine veränderte Position der bulgarischen Regierung sprechen und dieser Umstand sei nach dem Gipfeltreffen EU-Türkei am 26. März in Warna eingetreten. Kalfin kommentierte weiter, dass jedes Land allein einschätzt, ob es die härtere Gangart einschaltet und Diplomaten ausweist, glaubt aber nicht daran, dass sich Bulgarien der Reaktion der westlichen Staaten anschließt.
Das gleiche Thema kommentierte bei Nova TV auch der stellvertretende Außenminister Georg Georgiew. Er äußerte seine Ansicht, dass Bulgarien nicht in der Lage versetzt werden dürfe, dass Zweifel aufkommen lassen, mit wem unser Land solidarisch ist, weil es mehrfach seine Solidarität mit Großbritannien bekundet habe. Um russische Diplomaten ausweisen zu können, seien zusätzliche Fakten zum Fall "Skripal" nötig, betonte Georgiew und präzisierte, dass Sofia nicht unter dem Druck der Medien arbeite und deshalb der bulgarische Botschafter in Moskau zurückbeordert wurde.
Übersetzung: Georgetta Janewa
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