In Sofia wurde ein ungewöhnliches Museum eingerichtet. Seine Besucher verlieren in ihm den Bezug zur Realität und verfallen der Welt der Illusionen. Im Unterschied zu den konventionellen Museen, in denen Stille herrscht und die Exponate nicht berührt werden dürfen, ist das neue Museum ganz anderer Art – die Besucher können alles anfassen und sich überall fotografieren lassen. Kurz gesagt – es ist ein Museum voller ungezwungener Erlebnisse.
„Das Museum der Illusionen in Sofia gehört einer Gruppe europäischer Museen an, die in Litauen gegründet worden ist. Im Zentrum stehen Illusionen, die auf Sinnestäuschungen und speziell eine falsche Wahrnehmung der Perspektive basieren. Das Museum bietet eine reichere und qualitativ bessere Ausbildungsmethode – man lernt auf unterhaltsame Weise“, erzählt Violeta Popowa von der Museumsleitung.
Das Museum besteht aus mehreren Sälen: einen historischen Saal mit verschiedenen Bildern, einen Saal der optischen Täuschungen und einen Saal mit einer phosphoreszierenden Tapete, in dem die Besucher mit Licht malen oder einen Abdruck ihres Schattens auf der Wand hinterlassen können.

Welche der Illusionen ruft das größte Interesse hervor?
„Das hängt ganz von den jeweiligen Interessen der Menschen und natürlich von ihrem Alter ab“, antwortet Violeta Popowa. „Für gewöhnlich rufen jene Illusionen das meiste Interesse hervor, die eine absolute Verzerrung bewirken: die Besucher sehen Dinge, die sich völlig vom gewohnten Bild unterscheiden. Hochgewachsene kräftige Männer z.B. werden zu Zwergen bei der Illusion mit dem Stuhl.

Sie sehen mit einem Mal komisch, ja lächerlich klein aus, was in ihnen kindliche Freude weckt, was ja auch mit diesem Trick bezweckt wird.“
Eine weitere Illusion, die die gewohnte Wahrnehmung in die Irre führt, ist das sogenannte umgedrehte Zimmer, das völlig auf dem Kopf steht. Es ist eines der rund 50 Exponate, die das Interesse von Groß und Klein auf sich lenken.

„Wir haben keine spezielle Zielgruppe“, erläutert Violeta Popowa. „Die größte Freude empfinden Kinder im Alter von 8 oder 9 Jahren und älter, weil sie begreifen, was sich hinter der Sinnestäuschung verbirgt, wie sie zustande kommt. Die kleinen Kinder sowie die Erwachsenen freuen sich aber auch riesig. Es herrscht eine ausgelassene Atmosphäre und alle unterhalten sich bestens.“
Die Museumsmitarbeiter erläutern den Besuchern die einzelnen Exponate und Illusionen und helfen ihnen, die richtige Perspektive und die beste Stelle zum Fotografieren zu finden. Was haben die Besucher zu erwarten, die zum ersten Mal das Museum der Illusionen besuchen?
„Die Wahrnehmung jedes einzelnen hängt ganz von seiner persönlichen Einstellung ab“, sagt Violeta Popowa. „Die Menschen sind verschieden – dem einen gefällt das, dem anderen jenes. Das Museum ist auf seine Weise ungewöhnlich und passt in keinen Rahmen, es will aber auch nicht die Geister aufbringen und die Menschen in Ekstase versetzen. Es handelt sich im Grunde genommen um physikalische, wissenschaftliche Experimente, die auf interessante Weise präsentiert werden. Unsere Exponate sind nicht einzigartig; das eine oder andere Exponat ist aus dem Internet oder Lehrbüchern bekannt. Es ist aber ein Erlebnis für sich, wenn man die Sinnestäuschungen mit anderen Menschen teilt, wenn man gegenseitig Fotos macht und über die Exponate Gedanken austauscht. Es entsteht so etwas wie ein Gruppen-Vergnügen, das man von anderen Museen her nicht kennt.“
Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow
Fotos: Privatarchiv
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