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Bickpunkt Balkan

Parlamentswahl entscheidet über Schicksal der Türkei und Erdogan-Ära

Am 14. Mai finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Fast 64 Millionen türkische Bürger sind wahlberechtigt und werden darüber entscheiden, wer in den nächsten fünf Jahren regieren wird, darunter ca. 7.900 in Bulgarien. Wird der derzeitige Präsident Recep Erdogan auch nach 20 Jahren an der Macht bleiben oder das Ruder abgeben müssen. Erdogans Hauptkonkurrent ist der Kandidat der Nationalen Allianz der sechs Oppositionsparteien, Kemal Kulçdaroğlu. Einige Umfragen gehen davon aus, dass der Oppositionsblock die Präsidentschaftswahl im ersten Wahlgang gewinnen wird, insbesondere nach dem Rückzug des alternativen Oppositionskandidaten Muharrem Ince. Anderen Analysen zufolge wäre Erdogan im Falle einer Stichwahl besser aufgestellt, berichtet die BTA.

Kyriakos Mitsotakis: Alle türkischen Parteien wollen Status quo in der Ägäis ändern

Der Revisionismus sei „tief in der DNA aller türkischen Parteien“ verwurzelt, erklärte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis vor den Parlamentswahlen am 21. Mai in Griechenland. In einer Fernsehdebatte mit politischen Opponenten sagte Mitsotakis, dass er während seiner Amtszeit mit einer „extrem aggressiven“ Türkei konfrontiert gewesen sei, berichtet die AFP. Als Beispiel verwies der Premierminister auf die sogenannte Blaue-Heimat-Stretegie der Türkei, die Anspruch auf Energieressourcen im östlichen Mittelmeerraum erhebt.
Mitsotakis erklärte, dass er jedem, der die Wahlen in der Türkei am 14. Mai gewinnt, in Freundschaft seine Hand reichen werde. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass er keine Illusionen über die Notwendigkeit hege, starke Verteidigungsbündnisse mit anderen NATO-Verbündeten wie den USA und Frankreich aufzubauen.

Transportkorridor Nr. 8 steht erneut auf der Agenda

Die Regierung Nordmazedoniens hat den Verkehrsminister Blagoj Bochvarski beauftragt, das Abkommen zwischen Skopje und der EU über die Richtkarten des transeuropäischen Verkehrsnetzes in Nordmazedonien zu unterzeichnen, berichtet MIA. Mit der Unterzeichnung wird Korridor 8 Teil der Karte der wichtigsten Verkehrsprojekte im Westbalkan sein, die die transeuropäischen Verkehrsnetze erweitern werden. Das wurde möglich, nachdem die EU dem Antrag Bulgariens, Nordmazedoniens, Italiens und Albaniens nach Aufnahme des Korridors 8 in das europäische Verkehrsnetz stattgegeben hatte, wobei die Bedeutung der Verbindung sowohl für die Region als auch für die EU berücksichtigt wurde. Bei einem Treffen im Mai in Montenegro soll das Dokument über den Transportkorridor Nr. 8 im Beisein aller Verkehrsminister der Region unterzeichnet werden.

In drei Tagen 8.500 Einheiten verschiedener Waffen in Serbien abgegeben

Allein in den ersten drei Tagen des Programms für die Abgabe nicht registrierter Waffen und Munition haben die Serben 8.500 Einheiten verschiedener Waffen übergeben, sagte der serbische Präsident Aleksandar Vucic laut TANJUG. „In den letzten drei Tagen haben wir 8.500 Einheiten verschiedener Waffen, 784 Bomben und Minen, 398.450 Munition verschiedener Kaliber eingesammelt, eine schier unglaubliche Zahl“, sagte Vucic in einem auf seinem Instagram-Account geposteten Video. Nach zwei tragischen Schießereien, die mit Massentötungen endeten, forderten die serbischen Behörden die Serben auf, nicht registrierte Waffen und Sprengkörper bei der nächstgelegenen Polizeistation abzugeben oder Polizisten anzurufen, damit sie bis zum 8. Juni zur angegebenen Adresse kommen und sie ohne rechtliche Konsequenzen für die Inhaber abholen.

Vadim Ghirda aus Rumänien gewinnt Pulitzer-Preis

Der rumänische Fotojournalist Vadim Ghirda von der AP gewann für seine Fotos vom Beginn des Krieges in der Ukraine den Pulitzer-Preis. Der Rumäne verbrachte zehn Wochen im Herzen des von Angriffen erschütterten Landes und schoss einige der emblematischen Bilder der russischen Invasion in Donezk und Luhansk. Später war er in Kiew, um den verzweifelten Versuch der Menschen zu dokumentieren, das Land zu verlassen, solange sie das noch tun konnten.
Ein ukrainischer Soldat mit einer von Kugeln durchsiebten Strohpuppe des russischen Präsidenten Wladimir Putin und ein anderer, der versucht, Strauße aus einem Zoo zu retten; eine junge Frau mit Waffe in der Hand beim zivilen Kampftraining; die Statue des italienischen Dichters Dante Alighieri, der das Werk „Hölle“ schrieb, mit Sandsäcken gegen die Bombenangriffe bedeckt – das sind einige der vielen ikonischen Aufnahmen von Ghirda, der seit 30 Jahren für die AP arbeitet und Erfahrung in zahlreichen Hotspots hat.

Zusammengestellt: Iwo Iwanow

Übersetzung: Georgetta Janewa

Fotos: EPA/BGNES, Facebook/ SAGOV, Wordpressphoto.org

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